Köln/London - Trotz anhaltender politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen erwies sich das Jahr 2024 als ein robustes Jahr für den M&A-Bereich, der stark in das Jahr 2025 gestartet ist. Eine käuferfreundliche Verschiebung in der Deal-Strukturierung ist festzustellen: Es kamen vermehrt Kaufpreisanpassungen und Earn-outs zum Einsatz. Gerade im deutschsprachigen Raum ist auffällig, dass Earn-out Regelungen in nahezu jeder dritten Transaktion vereinbart wurden. Diese Entwicklung wurde durch einen Anstieg der Warranty & Indemnity-Versicherungen (W&I-Versicherungen) ausgeglichen, üblicherweise ein verkäuferfreundlicher Trend, der im deutschsprachigen Raum mit einer Zunahme von W&I-Versicherung von insgesamt 14 Prozent ebenfalls sehr deutlich festzustellen ist.
Die internationale Wirtschaftskanzlei CMS, die über eine der größten Corporate/M&A-Praxen in Europa verfügt, hat die 17. Ausgabe ihrer European M&A Study veröffentlicht. Die Studie gewährt exklusive Einblicke in die sich entwickelnde Deal-Landschaft. Sie basiert auf der Analyse von 582 Transaktionen, bei denen CMS im Jahr 2024 beraten hat - eine Rekordzahl -, und bietet eine einzigartige Perspektive auf Markttrends, Verhandlungsdynamik und die wichtigsten Transaktionsbedingungen in Europa.
Zentrale Studienergebnisse:
Preisentwicklung: Mehr Deals wiesen Kaufpreisanpassungen auf und in Transaktionen ohne Kaufpreisanpassungen kamen vermehrt Locked-Box-Regelungen zum Einsatz, während immer häufiger das EBIT oder EBITDA als relevante Messgröße für den Earn-out angewendet wurden.
Risikoallokation: Längere Verjährungsfristen für Gewährleistungsansprüche setzten sich durch, wodurch die Käufer begünstigt wurden. Die Haftungsobergrenzen blieben dagegen stabil.
W&I-Versicherungen: Die Verwendung von W&I-Versicherungsklauseln stieg insgesamt um acht Prozent, insbesondere bei mittleren und großen Transaktionen, wobei Großbritannien den Trend anführte.
ESG & KI in M&A: Obwohl sich die Branche in den letzten Jahren auf ESG konzentriert hat, sind ESG-Faktoren und KI-basierte Legal-Tech-Tools noch keine grundlegenden Deal-Elemente.
Louise Wallace, Leiterin der CMS Corporate/M&A Group kommentiert: „Angesichts der Resilienz der M&A-Aktivitäten und der Anpassung der Investoren an die veränderte Marktdynamik bietet unsere jüngste Studie wertvolle Einblicke in die Transaktionstrends in ganz Europa“. Dr. Malte Bruhns, Leiter der CMS Corporate/M&A Group, fügt hinzu: „Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Veränderungen unterstützt unsere datenbasierte Analyse unsere Mandanten, Transaktionen sicher zu steuern.“
Im Laufe des Jahres 2025 wird sich der M&A-Markt weiterentwickeln, der von sich ändernden Prioritäten der Investoren, regulatorischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Bedingungen geprägt sein wird. Angesichts des reichlich vorhandenen Kapitals und der sich stabilisierenden Anleihemärkte sind die Dealmaker in Bezug auf die künftigen Möglichkeiten weiterhin optimistisch.
Die vollständige CMS European M&A Study 2025 finden Sie hier.
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